From press at germany.fsfeurope.org Thu Jul 12 11:42:41 2007 From: press at germany.fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Thu, 12 Jul 2007 11:42:41 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] FSFE Newsletter Message-ID: 1. Generalversammlung der FSFE und das erste Fellowship-Treffen der Beneluxstaaten 2. GPLv3 und LGPLv3 veröffentlicht 3. Angebot der persönlichen Beratung für Firmen zum Thema Freie Software 4. Sechs Fragen an die nationalen Standardisierungsgremien 5. Georg Greve in Indien 6. Nützliche Tipps der FTF in asiatische Sprachen übersetzt 7. Freie Software an Österreichs Schulen 8. Überzeuge Deine Freunde das Fellowship und die FSFE zu unterstützen 1. Generalversammlung der FSFE und das erste Fellowship-Treffen der Beneluxstaaten Am Donnerstag, dem 28. Juni, fand das erste Fellowship-Treffen der Beneluxstaaten statt und bot den einzelnen Fellows eine gute Gelegenheit, einander kennenzulernen. Zwei Tage später fand im Brüsseler Büro der FSFE die Generalversammlung statt. In produktiven Gesprächen wurde auf die bisherige Arbeit zurückgeblickt und über die zukünftige Ausrichtung der Foundation beraten. Georg Greve wurde zum Präsident und Jonas Oberg zum Vizepräsident wiedergewählt. Reinhard Müller wurde zum Büroleiter gewählt. Der ausführliche Tätigkeitsbericht der FSFE steht online zur Verfügung: http://fsfeurope.org/documents/reports/es-2007 2. GPLv3 und LGPLv3 veröffentlicht Nach achtzehnmonatigen Beratungen, vier veröffentlichten Entwürfen und tausenden Kommentaren Interessierter, wurden am 29. Juni 2007 sowohl die 3. Version der GNU GPL als auch die 3. Version der GNU LGPL in ihrer jeweils endgültigen Fassung veröffentlicht. http://fsfeurope.org/projects/gplv3/ http://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html http://www.gnu.org/licenses/lgpl-3.0.html 3. Angebot der persönlichen Beratung für Firmen zum Thema Freie Software Die FSFE begleitet die Community von Anbeginn ehrenamtlich. Dabei fanden wir heraus, dass im Geschäftsumfeld oftmals umfangreichere und detailliertere Beratungen notwendig sind. Aus diesem Grunde bietet die FSFE in ihrem Schweizer Büro in Zürich Geschäftskunden die Möglichkeit, sich bei Fragen zu Freier Software individuell und persönlich beraten zu lassen. Shane Coughlan, Koordinator der Freedom Task Force, wird ab dem 09. Juli nach Terminvereinbarung für Beratungen zur Verfügung stehen. Die Kosten betragen 150 Euro pro Stunde. Für Firmen, die Mitglieder des Fellowship in ihren Reihen haben, wird ein vergünstigter Tarif zu 100 Euro angeboten. Die FTF bietet außerdem an, Seminare in den Räumen der anfragenden Firma zu organisieren und durchzuführen. Desweiteren besteht das Angebot für Workshops zum Lizensierungsprozess Freier Software. Firmen die dieses Angebot nutzen, unterstützen die Arbeit der FSFE-Community. http://fsfeurope.org/ftf 4. Sechs Fragen an die nationalen Standardisierungsgremien Microsoft versucht mit massivem Aufwand, sein proprietäres MS-OOXML-Format von der International Organization for Standardization (ISO) als Offenen Standard anerkennen zu lassen. Sollte die ISO Microsofts Format als Standard anerkennen, würde Freie Software aus den Büros verdrängt und der Markt für Freie Software langfristig beeinträchtigt werden. Die Freiheit der Verbraucher, bei der Wahl von Bürosoftware auf alternative Produkte zurückgreifen zu können, würde mangels Interoperabilität stark beschnitten. Die Abhängigkeit der Verbraucher von den Produkten und der Geschäftspolitik eines einzelnen Herstellers würden weiter wachsen. FSFE-Präsident Georg Greve sprach auf der Confederation of Indian Industry (CII) in Kalkutta über die Notwendigkeit und den Nutzen der Interoperabilität von Software und Computersystemen. Außerdem veröffentlichte die FSFE, im Bestreben die Thematik verständlich zu machen, ein Schreiben mit sechs, an die Mitglieder der nationalen Standardisierungsgremien gerichteten Fragen. Die nationalen Standardisierungsgremien sollten auf diese Fragen zufriedenstellende Antworten haben, wenn sie den Antrag von Microsoft genehmigen wollen. Sie finden das Dokument unter folgendem Link. Helfen Sie uns, indem Sie anderen davon berichten: http://fsfeurope.org/documents/msooxml-questions 5. Georg Greve in Indien In Zusammenarbeit mit der indischen Schwesterorganisation der FSFE, der Free Software Foundation India, besuchte FSFE-Präsident Georg Greve zum ersten mal den indischen Subkontinent um in Mumbai, Kalkutta und Trivandrum an Institutionen wie dem Tata Institute for Fundamental Research (TIFR) und dem Technopark in Trivandrum zu sprechen. Mehr zur Reise und einige wirklich aufregende Fakten über den Zugang Sehbehinderter zu Freier Software finden Sie unter folgenden Adressen: http://www.fsfe.org/fellows/greve/freedom_bits/last_night_in_india http://www.fsfe.org/fellows/greve/freedom_bits/back_from_india 6. Nützliche Tipps der FTF in asiatische Sprachen übersetzt Die Freedom Task Force der FSFE gibt mit Stolz bekannt, dass die nützlichen Hinweise für Anwender und Anbieter von unter der GNU GPL, Version 2, lizenzierter Software, ab sofort auch in Koreanisch und traditionellem Chinesisch zur Verfügung stehen. Zweck dieser Dokumente ist, Nutzern und Herstellern bei Fragen der Kompatibilität zur Seite zu stehen und ihnen beim auffinden der maßgeblichen Quellen zum Thema im Internet behilflich zu sein. Die FTF stellt diese Dokumente in einer stetig wachsenden Anzahl von Sprachen zur Verfügung. Sie beabsichtigt, die produktive Infrastruktur Freier Software in Europa und über Europas Grenzen hinaus auszubauen. Nützliche Tipps für Anwender: http://fsfeurope.org/projects/ftf/useful-tips-for-users_ko.pdf http://fsfeurope.org/projects/ftf/useful-tips-for-users_zh_tw.pdf Nützliche Tipps für Hersteller: http://fsfeurope.org/projects/ftf/useful-tips-for-vendors_ko.pdf http://fsfeurope.org/projects/ftf/useful-tips-for-vendors_zh_tw.pdf 7. Freie Software an Österreichs Schulen Ein wiederkehrendes Thema während der monatlichen Fellowship-Treffen in Österreich war die Bedeutung Freier Software für den Bildungssektor, um künftigen Schülergenerationen die Freiheit zu geben, ein aktiver Teil der Gesellschaft werden zu können. Einige Fellows machten die Diskussion an Schulen publik und als Ergebnis des Engagements zweier Lehrer entschied die "BG Rechte Kremszeile" in Krems, die gesamte Schule mit Beginn des nächsten Schuljahres vollständig auf Freie Software umzustellen. Die Free Software Foundation Europe gratuliert der Schule zu diesem Entschluss und möchte weitere Schulen ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. Unser Dank gilt den an diesem Erfolg beteiligten Fellows. 8. Überzeuge Deine Freunde das Fellowship und die FSFE zu unterstützen Das Fellowship der FSFE ist eine Gemeinschaft von Menschen, vereint durch ihr Interesse an Freier Software und der Freiheit in allen Aspekten des digitalen Zeitalters. Die Free Software Foundation Europe widmet sich der europaweiten Unterstützung Freier Software. Erzählen Sie Ihren Freunden und Kollegen von dem Fellowship und der FSFE. Deren Hilfe und deren Unterstützung wären eine unschätzbare Hilfe um unsere Ziele in Europa zu erreichen. Schließen Sie sich dem Fellowship an: https://fsfe.org/en/fsfeuser/register Spenden Sie für die FSFE: http://fsfeurope.org/help/donate-2002.en.html Unterstützen Sie uns mit Ihrer Zeit und durch Ihr Engagement: http://fsfeurope.org/help/help.en.html Die vollständige Auflistung der FSFE-Newsletter finden Sie unter dieser Adresse: http://www.fsfeurope.org/news/newsletter.html From press at fsfeurope.org Mon Aug 13 11:25:15 2007 From: press at fsfeurope.org (Joachim Jakobs) Date: Mon, 13 Aug 2007 11:25:15 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] =?iso-8859-15?q?FSFE_bietet_Firmen_Unterst=FCtzung_?= =?iso-8859-15?q?bei_der_Einhaltung_der_Lizenzbedingungen_Freier_Software_?= =?iso-8859-15?q?an?= In-Reply-To: <87bqdjxinn.fsf@pc.local.netz> References: <200707271445.28765.jj@office.fsfeurope.org> <87zm132rv8.fsf@pc.local.netz> <87bqdjxinn.fsf@pc.local.netz> Message-ID: <200708131125.15547.press@fsfeurope.org> FSFE bietet Firmen Unterstützung bei der Einhaltung der Lizenzbedingungen Freier Software an Die Bedingungen der GNU GPL Lizenz wurden erneut als bindend bestätigt, als ein deutsches Gericht entschied, dass Skype seinen Verpflichtungen als Distributor nicht nachkam. Die FSFE möchte anderen Anbietern helfen, ihre Verpflichtungen durch die GNU GPL zu verstehen. Harald Welte von gpl-violations.org verklagte Skype in München wegen Missbrauchs von Code unter der GNU GPL, den er für die Netfilter-Komponente des Linux Kernels geschrieben hatte. Dies ist das erste Mal, dass eine nicht-deutsche Firma wegen Lizenzverletzungen der GNU GPL verurteilt wurde. Das gpl-violations.org-Projekt hat jedoch bereits zahlreiche außergerichtliche Einigungen mit verschiedenen Anbietern erzielt. Skype verkaufte das SMC WSKP100 VoIP-Telefon, ohne den Quellcode oder ein schriftliches Angebot für diesen beizulegen. Skype legte dem Produkt später zwar einen Zusatztext bei, welcher die Verwendung der GPL Software erwähnte und URLs zum Download des Quelltextes enthielt, jedoch erfüllte auch dies die Bedingungen der GNU GPL nicht. Das Urteil des deutschen Gerichts, das zu Gunsten Harald Weltes ausfiel, wird von der FSFE begrüßt. "Die Bedingungen der GNU GPL einzuhalten ist nicht schwierig und dieser Fall verdeutlicht wieder einmal die Wichtigkeit, dies zu tun", sagt Shane Coughlan, Koordinator der Freedom Task Force der FSFE. "Skype hat dies nicht erkannt und musste unglücklicherweise durch ein Gericht an seine Verpflichtungen erinnert werden. Während viele Anbieter von sich aus daran arbeiten, Lizenzprobleme aufzulösen, bleiben Schwierigkeiten im europäischen Markt bestehen. Wir möchten diese so schnell und so freundschaftlich wie möglich regeln." "Das Hauptaugenmerk des gpl-violations.org-Projekts liegt darauf, Probleme auszuräumen, die Anbieter mit dem Vertrieb von Produkten haben, die GNU GPL Code enthalten", sagt Armijn Hemel, ein Ingenieur im gpl-violations.org-Projekt. "Wir wollen mit Anbietern zusammenarbeiten, um langfristige Lösungen für Probleme mit der Erfüllung von Lizenzbedingungen zu finden. Es ist unser Wunsch, sicherzustellen, dass jeder nach genau den Bedingungen und Regeln arbeitet, die die Urheber des fraglichen Codes festgelegt haben." Es gibt mehrere Wege, auf denen Unternehmen, die GNU GPL Code in Europa verbreiten, Rat und Hilfe erhalten können. Armijn Hemel, ein Ingenieur im gpl-violations.org-Projekt, bietet Dienstleistungen zur Sicherstellung der Übereinstimmung mit den Lizenzbestimmungen für den Embedded-Bereich an. Auch die Freedom Task Force der FSFE hat vor kurzem professionelle Beratungsdienste für Unternehmen, die in ihren Produkten von Freier Software Gebrauch machen, gestartet. "Es gibt reichhaltige Möglichkeiten für Unternehmen, die mit Freier Software arbeiten, an Ratschläge und Informationen zu kommen", sagt Shane Coughlan. "Eine der Aufgaben der FTF ist es, Unternehmen dabei zu helfen, teure Irrtümer zu vermeiden. Wo die FTF helfen kann, wird sie es tun. Wenn wir die Antworten nicht selbst erbringen können, werden wir den Leuten dabei helfen, Kontakt zu externen Informationen oder zu Fachwissen, das sie benötigen, aufzubauen. Ich kann nicht genug betonen, dass Unternehmen diese Angelegenheiten keinesfalls ignorieren dürfen." Die Freedom Task Force finden Sie unter http://www.fsfeurope.org/ftf Sie können der Freedom Task Force E-Mails senden: ftf at fsfeurope.org Über die Free Software Foundation Europe: Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die in vielen europäischen Ländern aktiv und in zahlreiche globale Aktivitäten involviert ist. Der Zugang zu Software entscheidet, wer an der digitalen Gesellschaft teilnehmen kann. Freie Software wird dadurch definiert, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, verändert und weitergegeben werden kann. Nur Software, die diese Kriterien erfüllt, ermöglicht Chancengleichheit im Informationszeitalter. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Entwicklung Freier Software aktiv zu unterstützen, und ihr dabei politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 als Schwesterorganisation der nordamerikanischen FSF gegründet wurde. Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf http://www.germany.fsfeurope.org/ Über gpl-violations.org: In den letzten 30 Monaten hat gpl-violations.org dabei geholfen, mehr als 100 GPL-Verletzungen zu entdecken und zu verfolgen und hat zahlreiche außergerichtliche Einigungen erzielt. Das gpl-violations.org-Projekt ist ein gemeinnütziges Bestreben, kommerzielle Anwender und Anbieter Freier Software mit den Lizenzbedingungen, wie sie von den ursprünglichen Autoren vorgesehen wurden, in Einklang zu bringen. Das Projekt wurde gegründet und wird verwaltet von Harald Welte, einem Entwickler des Linux Kernels und Enthusiast Freier Software. Für weitere Informationen über das Projekt, seine Mission, Meilensteine und Ziele, besuchen Sie bitte http://gpl-violations.org. Kontakt: Free Software Foundation Europe Belgien: +32 2 747 03 57 - 408 Schweiz: +41 43 500 03 66 - 408 Großbritannien: +44 29 200 08 17 7 - 408 Deutschland: +49 700 373 38 76 73 - 408 Shane Coughlan, FTF Koordinator, FSFE Durchwahl: 408 Joachim Jakobs, Pressearbeit, FSFE Durchwahl: 404 Mobil: +49-179-6919565 From press at germany.fsfeurope.org Mon Aug 13 18:40:13 2007 From: press at germany.fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Mon, 13 Aug 2007 18:40:13 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] FSFE Newsletter Message-ID: 1. Das Märchen von MS-OOXML 2. Erstes schwedisches Fellowship-Treffen in Göteborg abgehalten 3. Freie Software auf dem Exit Festival 2007, in Novi Sad, Serbien 4. Freiheit in den Bergen: die Bergtagung 5. Rechtswirksamkeit der GNU-GPL-Lizenz erneut durch Gericht bestätigt 6. Reicht Freie-Software-Projekte bei der Trophées du Libre ein 7. Beratungsangebot zur GNU GPLv3 wird verlängert 8. Erzähle Deinen Freunden von dem Fellowship, verbreite die Newsletter 1. Das Märchen von MS-OOXML Microsoft hat massive Anstrengungen unternommen, um die Diskussion über sein proprietäres Office-Format Microsoft Office OpenXML in Gang zu halten. Die dahinterstehende Absicht ist, OOXML mit dem Anstrich eines offenen, zugänglichen, für die Archivierung von Dokumenten geeigneten Formates zu versehen. Um die Gefahr der Bindung an Microsoft und damit der Abhängigkeit von einem einzelnen Unternehmen zu verschleiern, nutzte der Monopolist einige seiner Partner als Sekundanten. Die FSFE zeigte in den vergangenen Monaten großes Engagement, um die Märchen von der Archivierungssicherheit, der Konvertierbarkeit von OOXML in bereits anerkannte Offene Standards, sowie die Märchen von Offenheit und Zugänglichkeit zu entlarven. Die unten angeführten Links bieten Ihnen eine solide argumentative Basis für aufklärende Gespräche über die Gründe, aus denen heraus die Verwendung von Microsofts proprietärem OOXML-Format in Unternehmen und insbesondere in Behörden vermieden werden sollte. http://fsfeurope.org/documents/msooxml-questions-for-ms http://fsfeurope.org/documents/msooxml-converter-hoax http://fsfeurope.org/documents/msooxml-questions 2. Erstes schwedisches Fellowship-Treffen in Göteborg abgehalten Am 4. Juli fand an der ITUniversitetet in Göteborg, Schweden, das erste schwedischen Fellowship-Treffen statt. Die Repräsentanten der FSFE gaben einen Überblick über das Fellowship, die GPLv3, SELF, EU und Richard Stallmans Aktivitäten in Schweden für das Jahr 2007. Da viele Teilnehmer sich stärker engagieren wollen, wurde beschlossen, eine öffentliche Mailingliste einzurichten. In näherer Zukunft soll in Göteborg ein Workshop mit Fokus auf der GPLv3 stattfinden. 3. Freie Software auf dem Exit Festival 2007 in Novi Sad, Serbien Mitglieder des serbischen Teams nahmen am Exit Musikfestivals in Novi Sad teil, eine öffentliche Veranstaltung zu Freier Software und Offenen Standards. Ivan Jeli? diskutierte auf der Versammlung des Sozialnetzwerkes MyExit mit anderen Teilnehmern über das Thema "Free and Open". Er sprach über die vier Freiheiten und die soziale Wirkung Freier Software. Unterstützung erhielt er dabei durch andere Organisationen, die sich für Freie Software einsetzen, so zum Beispiel durch den lokalen RedHat-Repräsentanten. Am Tag danach sprach Ivan ?uki? auf der Agora-Bühne, einem den serbischen und regionalen NGOs gewidmeten Platz. Ivan legte dem Publikum die Freier Software zugrundeliegenden Prinzipien dar, sprach über das Free-Software-Network-Serbia, die FSFE sowie ihre aktuellen Projekte. http://www.fsfe.org/en/fellows/attitude/escape_to_freedom/free_software_on_myexit 4. Freiheit in den Bergen: die Bergtagung Vom 20. bis zum 22. Juli 2007 trafen Hacker, Medienkünstler und Geeks in einem kleinen schweizer Dorf namens Siat zusammen um gemeinsam durch wunderschöne Landschaften zu wandern, Bier zu trinken, zu grillen und Verschwörungstheorien zu diskutieren. Es war das zweite Treffen dieser Art und wurde von den FSFE-Fellows Ramon Cahenzli und Alex Antener organisiert. Das dritte Treffen ist für den nächsten Sommer geplant. Ausführliche Informationen bietet die Website unter: http://bergtagung.org 5. Rechtswirksamkeit der GNU GPL erneut durch Gericht bestätigt Die rechtlich bindende Wirkung der Bestimmungen der GNU GPL wurde erneut von einem Gericht bestätigt. Nach Auffassung des deutschen Gerichtes verstößt der VoIP-Anbieter Skype gegen seine Verpflichtungen als Distributor. Skype verkaufte unter Mißachtung der in der GNU GPL festgelegten Bestimmungen ein auf Freier Software basierendes Telefon. Als Kläger trat Harald Welte von gpl-violations.org, dem Partnerprojekt der Freedom Task Force, auf. Shane Coughlan, Koordinator der FTF, hob in einer Presseerklärung die Bedeutung der GNU GPL hervor und betonte, dass Firmen sich vor ihren Verpflichtungen nicht drücken könnten. Die FTF bietet Firmen, die Freie Software verwenden, Beratungen zur Verwendung der GNU GPL an. http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release/2007q3/000182.html http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release/2007q3/000180.html 6. Reicht eure Freie-Software-Projekte bei der Trophées du Libre ein Mit der Trophées du Libre werden die innovativsten und vielversprechendsten Freie-Software-Projekte verschiedener Länder ausgezeichnet. FSFE Präsident Georg Greve wurde eingeladen, den Vorsitz über die Jury der vierten Trophées du Libre zu übernehmen. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der professionellen Werbung für neue, aufstrebende Technologien aus dem Bereich Freier Software. Wenn Sie der Ansicht sind, dass den von Ihnen favorisierten Projekten weniger Aufmerksamkeit, Ruhm und Ehre zu Teil werden als sie eigentlich verdienen, dann setzen Sie sich für sie ein und melde sie jetzt an! http://www.tropheesdulibre.org/IMG/pdf/Trophees_du_libre_EN.pdf http://www.tropheesdulibre.org/-Inscrivez-votre-projet-.html?lang=en http://www.cetril.org/ 7. Beratungsangebot zur GNU GPLv3 wird verlängert Seit im vergangenen Monat die GNU GPLv3 veröffentlicht wurde, hat die FSFE Fragen von Freie-Software-Projekten und Rechtsexperten beantwortet. Das Spektrum reicht von "Wie migriere ich mein Projekt zur GNU GPLv3?" bis zu Fragen zur Auswirkung einzelner Klauseln der Lizenz und wie diese der Freien-Software-Gemeinschaft nützen. Ein Teil der Arbeit diente der Korrektur irreführender Berichte, deren Anzahl allerdings erfreulich gering war. http://fsfeurope.org/projects/gplv3/ 8. Erzählen Sie Ihren Freunden von dem Fellowship, verbreiten Sie die Newsletter Sie können der FSFE und dem Fellowship helfen, indem Sie Ihren Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen von uns und unserer Arbeit berichten. Erzählen Sie ihnen von der Cryptocard des Fellowships! Dieser Newsletter kann ein guter Gesprächseinstieg sein, verteilen Sie ihn! http://fsfe.org/en/about https://fsfe.org/en/fsfeuser/register https://fsfe.org/en/card Eine Liste aller FSFE-Newsletter finden Sie unter: http://www.fsfeurope.org/news/newsletter Copyright (C) FSFE. Die unveränderte Wiedergabe und Verteilung dieses gesamten Textes in beliebiger Form ist gestattet, sofern dieser Hinweis erhalten bleibt. From press at fsfeurope.org Tue Sep 4 00:21:57 2007 From: press at fsfeurope.org (Joachim Jakobs) Date: Tue, 4 Sep 2007 00:21:57 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] =?iso-8859-15?q?Erste_Plattform_f=FCr_freies_Lernma?= =?iso-8859-15?q?terial_=FCber_Freie_Software_geht_online?= In-Reply-To: <8730e9a50709030730h65dfd0ddp6ba0933e143a7409@mail.gmail.com> References: <8730e9a50709030730h65dfd0ddp6ba0933e143a7409@mail.gmail.com> Message-ID: <200709040021.57673.press@fsfeurope.org> Offene Lehr- und Lernplattform für Freie Software geht online Hochwertige Freie Software besteht für alle privaten und kommerziellen Anwendungsgebiete, doch steht dem bislang ein signifikanter Mangel an freien Kursangeboten und Unterrichtsmaterial gegenüber. Eine internationale Gruppe von Non-Profit Organisationen, Universitäten und Freiwilligen hat sich deshalb letztes Jahr zum SELF Project [1] (Science, Education and Learning in Freedom) zusammengeschlossen, um eine zentrale Plattform für barrierefreien Zugang zu didaktischem Material über Freie Software und offene Standards zu entwickeln. Heute wird die Beta-Version der SELF Plattform [2] lanciert. Der offizielle Startschuss findet im Rahmen einer Konferenz zu Freier Software im Unterricht in den Niederlanden statt und wird weltweit, von Indien bis Argen- tinien, durch eine Anzahl paralleler Veranstaltungen begleitet. Die Plattform geht in der Beta-Version online, um - auch mit Hilfe der community - perfektioniert zu werden. Auf der SELF Plattform finden Benutzer komplette und frei verfügbare Kursunterlagen zu Freier Software und offenen Standards. Sie können auch einzelne Lerninhalte auswählen, zu einem maßgeschneiderten Kurs in ihrer Muttersprache zusammenfügen und für e-learning oder als druckbares Dokument exportieren. Hunderte bestehende Dokumente über Freie Software, wie OpenOffice.org, The Gimp oder GNU/Linux, sowie Dokumente über offene Standards wurden von einem Expertenteam auf Qualität, freie Lizenz und Gültigkeit überprüft. Das Resultat dieser Vorarbeiten ist ein Grundstock an qualitativ hochwertigem Lernmaterial, das atomisiert und in die SELF Plattform eingespeist wurde. Die SELF Plattform basiert selbstverständlich auf Freier Software und ist nach dem Wikipedia-Model organisiert. Jeder Benutzer der Plattform kann Inhalte evaluieren, anpassen, verfassen und übersetzen. Nicht nur will die SELF Plattform langfristig eine stets aktuelle Wissensquelle und ein praktisches Werkzeug für Lernende und Lehrer sein, sondern vor allem einen interaktiven Raum für eine community mit gemeinsamem Interesse an Freier Software und Bildung darstellen. "Die SELF Plattform wird IT Ausbildungen weltweit nachhaltig verändern", zeigt sich Joachim Jakobs von der Free Software Foundation Europe (FSFE) überzeugt und fügt hinzu: "Wir hoffen, dass dieses Model auch von anderen Wissensbereiche übernommen wird." [1] http://selfproject.eu [2] http://selfproject.eu/launch Über die Free Software Foundation Europe: Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die in vielen europäischen Ländern aktiv und in zahlreiche globale Aktivitäten involviert ist. Der Zugang zu Software entscheidet, wer an der digitalen Gesellschaft teilnehmen kann. Freie Software wird dadurch definiert, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, verändert und weitergegeben werden kann. Nur Software, die diese Kriterien erfüllt, ermöglicht Chancengleichheit im Informationszeitalter. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Entwicklung Freier Software aktiv zu unterstützen, und ihr dabei politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 als Schwesterorganisation der nordamerikanischen FSF gegründet wurde. Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf http://www.germany.fsfeurope.org/ -- Joachim Jakobs References: <46C09BF1.5020309@web.de> <200709062134.27925.reiter@fsfeurope.org> <200709062202.48433.jj@office.fsfeurope.org> Message-ID: <200709101133.44251.press@fsfeurope.org> FSFE unterstützt Demonstration "Freiheit statt Angst" - "Nur die Daten sammeln, die tatsächlich gebraucht werden!" Die Free Software Foundation Europe (FSFE) unterstützt die Demonstration "Freiheit statt Angst" [1], die am 22. September in Berlin stattfindet. Der Deutschland Koordinator der FSFE Bernhard Reiter erläutert: "Innenminister Dr. Schäuble will 80 Millionen Bundesbürger unter Generalverdacht stellen, weil er meint, jährlich etwa 10 sogenannte Online-Durchsuchungen durchführen zu müssen. Nicht nur, dass Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis zueinander stehen. Viel schlimmer ist, dass damit ein Angriff auf unsere Kultur und unser Rechtssystem unternommen wird. Gerade wir Deutsche sollten aus unseren schlechten Erfahrungen mit derlei Spitzeldiensten gelernt haben. Und schließlich wird unsere Exportwirtschaft Schaden nehmen: Wer kauft schon Software, von der man annehmen muss, dass sie von den Behörden des Heimatlands mit Spionageelementen verseucht ist?" Außerdem weist die FSFE darauf hin, daß "Regierungen wechseln, die Daten hingegen bleiben erhalten" und zieht daraus den Schluss: "Nur die Daten sammeln, die wirklich gebraucht werden!" FSFE Mitglied und Sicherheitsexperte Werner Koch geht auf die technischen Aspekte ein. "Da unterschiedliche Betriebssysteme existieren, wird es wohl nicht eine allgemeine Software für die Online-Überwachung geben - sondern eher einen Werkzeugkasten für staatlichen Einbruch." Koch schliesst daraus, dass der Staat in den Interessenkonflikt gerät, denn einbruchsichere Rechner wären dann ein Hindernis. "Wenn der Staatsdienst in den Rechner einbrechen kann, dann können es auch andere, mit weit weniger guten Absichten." Laut Koch würde in der Praxis wohl eher der Rechner physikalisch manipuliert werden, z.B. indem eine Tastaturaufzeichner installiert wird. Durch so eine "Wanze" wäre es dann einfach möglich, verschlüsselte Nachrichten abzuhören. Neben dem "Bundestrojaner" haben die Vorratsdatenspeicherung, die Video- überwachung öffentlicher Plätze oder die elektronische Gesundheitskarte eine ähnliche Bedeutung - auch wenn sie weniger im Rampenlicht stünden: "Die Art von Aktionismus, die mit derlei Maßnahmen verbunden ist, ist nicht im Interesse der Menschen. Im Gegenteil: die Menschen werden zusätzlichen Missbrauchsrisiken ausgesetzt.", fällt Bernhard Reiter sein Urteil. Die FSFE sieht die Freie Software in zweierlei Hinsicht betroffen: Zum einen kann insbesondere Freie Software sicher gemacht werden. "Müssen wir damit rechnen, daß in Deutschland keine sichere Freie Software mehr entwickelt und benutzt werden darf, wenn sich diese Sicherheit bis zum Innenminister herumgesprochen hat?", fragt Reiter. Zum anderen sorgt sich der FSFE Deutschland Koordinator darum, "daß Freie Softwareentwickler durch den so genannten Hackerparagraphen [2] abgeschreckt werden. " So würde Freie Software regelmäßig international geschrieben und viele Werkzeuge können in mehrfacher Hinsicht genutzt werden: Um in einen Rechner einzubrechen, oder um Rechner und deren Sicherheitsstufe zu analysieren. Der Gesetzgeber hat laut FSFE und anderer Experten hier ohne Not eine Unsicherheit geschaffen, wann ein Werkzeug erlaubt sei. Somit würden weniger entwickelt und Computergüte schlechter untersucht. "Von derlei Gesetzen profitieren chinesische Kriminelle künftig noch mehr, denn auch die Bundesregierung bekommt weniger Werkzeuge, um sich selbst zu sichern.", sagt Bernhard Reiter und kommt zu dem Schluß: "Letztlich müsste die Bundesrepublik sich abschotten, und den Austausch von Expertise auf diesem Gebiet deutlich einschränken. Damit laufen wir Gefahr, weitere Kompetenzen und kreative Menschen zu verlieren, welche wir in unserem Land dringend brauchen". [1] www.FreiheitstattAngst.de [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Hackerparagraf Über die Free Software Foundation Europe: Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die in vielen europäischen Ländern aktiv und in zahlreiche globale Aktivitäten involviert ist. Der Zugang zu Software entscheidet, wer an der digitalen Gesellschaft teilnehmen kann. Freie Software wird dadurch definiert, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, verändert und weitergegeben werden kann. Nur Software, die diese Kriterien erfüllt, ermöglicht Chancengleichheit im Informationszeitalter. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Entwicklung Freier Software aktiv zu unterstützen, und ihr dabei politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 als Schwesterorganisation der nordamerikanischen FSF gegründet wurde. Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf http://www.germany.fsfeurope.org/ From press at germany.fsfeurope.org Thu Sep 13 15:22:22 2007 From: press at germany.fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Thu, 13 Sep 2007 15:22:22 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] FSFE Newsletter Message-ID: 1. Die FSFE untersucht Unregelmäßigkeiten im Abstimmungsprozess der ISO 2. Das informelle Netzwerk der FTF zu rechtlichen Fragen deckt nun 16 europäische Länder ab 3. Zwei Tage zur Freien Software in Chile 4. Die Webseite des Fellowship unterstützt nun mehrere Sprachen 5. Erstes verteiltes Fellowship-Treffen 6. Deutsches FSFE Team auf der FrOSCon 7. Monatliches Treffen der Fellows im Ruhrgebiet 8. Aufbau von Fellowships in Kaiserslautern, Heidelberg, Darmstadt und Karlsruhe 9. Die FSFE unterstützt die Demonstration "Freiheit statt Angst" am 22. September 10. Vorträge über SELF, Offene Standards und freie Software in Argentinien 11. Beratung zu Freie-Software- und die Freie-Dokumentation-Lizenzen 1. Die FSFE untersucht Unregelmäßigkeiten im Abstimmungsprozess der ISO Die FSFE hat sich eingehend mit dem dem Abstimmungsprozess in der ISO zu Mircosofts Vorschlag ihr Office OpenXML zu standardisieren beschäftigt und erhebliche Unregelmäßigkeiten in der Art und Weise, wie verschiedene nationale Standardisierungsgremien diesen Prozess gehandhabt haben, festgestellt. Diese Unregelmäßigkeiten schließen das künstliche Aufblasen von Abstimmungsgruppen und Interessenkonflikte der Abstimmenden mit ein. Es wurden Bedenken in diesen Gruppen ignoriert oder die rechtlichen Belange von Microsofts "Offenem Spezifikations Versprechen" nicht ausreichend berücksichtigt. Georg Greve, Präsident der FSFE, wurde durch ZDnet zum internationalen Abstimmungsprozess befragt. In der Schweiz haben die FSFE und die Schweizer Internet User Group (SIUG) formal Einwände zu den nationalen Standardisierungsgremien eingelegt. Diese Einwände wurden dann später von Groklaw veröffentlicht: http://news.zdnet.co.uk/software/0,1000000121,39288959,00.htm http://www.groklaw.net/article.php?story=2007081708383138 2. Das informelle Netzwerk der FTF zu rechtlichen Fragen deckt nun 16 europäische Länder ab Die Freedom Task Force (FTF) der FSFE hat nun Verbindungen zu Rechtsanwälten in Österreich, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Italien, Polen, Portugal, Griechenland, Deutschland, Spanien, der Schweiz, den Niederlanden und in Großbritannien. Das Netzwerk umfasst auch Rechtsexperten in den Ländern Irland, Serbien und Schweden und Rechtskontakte nach Taiwan, Singapur, Kanada und den USA sowie Australien. Die FTF bietet weiterhin Unterstützung bei Lizenzfragen und -beratung, treuhänderische Dienste und Durchsetzungsunterstützung bezüglich Lizenzen für Personen, Projekte und Unternehmen an. Bitte helfen Sie mit, Informationen über diese Angebote zur Freien Software zu verbreiten: http://www.fsfeurope.org/ftf email: ftf at fsfeurope.org 3. Zwei Tage zur Freien Software in Chile Auf Einladung des chilenischen Ministeriums für Bildung und in Zusammenarbeit mit unserer Schwesterorganisation FSFLA und GNU Chile sprach FSFE Präsident Georg Greve in der Universidad Mayor, auf einer Veranstaltung des Ministeriums für Bildung in Santiago sowie in der Bibliothek des Nationalkongresses in Valparaiso. Weiterhin sprach Georg Greve mit dem Vizeminister für Bildung über strategische und praktische Fragestellungen bezüglich Freier Software und mit dem Wirtschaftsminister über den ökonomischen Einfluss von Freier Software. 4. Die Webseite des Fellowship unterstützt nun mehrere Sprachen Dank den Beiträgen der beiden Fellows Alejandro Serrano und Ivan ?uki? und Unterstützung von anderen Fellowship-Hackern unterstützt fsfe.org nun die Möglichkeiten neben Englisch, Inhalte auch in anderen Sprachen hinzu zu fügen. Momentan werden Italienisch, Spanisch und Deutsch unterstützt -- weitere Sprachen werden folgen. Der meiste Aufwand wurde in die Anpassung der Oberfläche gesteckt, welche eZ Publish zur Verfügung stellte. Alle Dateien sind nun in einem SVN Repository verfügbar. In den nächsten Wochen wird es weitere Änderungen und Erweiterungen der Funktionalität geben: http://www.fsfe.org 5. Erstes verteiltes Fellowship-Treffen Das monatliche Fellowship-Treffen in Wien ist für viele österreichische Fellows ein Jour Fixe geworden. Das Treffen im August war jedoch besonders: Das erste mal wurde das Treffen an zwei Orten gleichzeitig abgehalten. Das net.culuture.labs in Wien und Dornbirn waren die Orte der Treffen, welche über eine Videokonferenz miteinander verbunden waren. Dir Breitband-Internetverbindung wurde von der Telekom Austria gesponsert. https://www.fsfe.org/de/fellows/meetings/austria/20070814 6. Deutsches FSFE Team auf der FrOSCon Dank der organisatorischen Fähigkeiten von Michael Kesper konnten Mitglieder des deutschen FSFE Teams am 25. und 26. August an der FrOSCon (St. Augustin in Deutschland) teilnehmen. Myriam Schweingruber hielt einen Vortrag mit dem Thema "Frauen in der IT - Sichtweisen und Erklärungsversuche" und Michael Kesper berichtete über die Zusammenarbeit mit anderen Projekten. Die FSFE unterhielt einen Stand am Eingang der Messe mit Merchandise-Artikel. Desweiteren ermöglichte er viele interessante Gespräche mit den Besuchern. http://www.froscon.de/ 7.Monatliches Treffen der Fellows im Ruhrgebiet Die Fellows im Ruhrgebiet treffen sich jeden ersten Mittwoch im Monat für öffentliche Gespräche in Düsseldorf. Im August sprach der Fellow Dr. jur. Michael Stehmann über den neuen §202c im Deutschen Strafgesetz, der Besitz, Veröffentlichung und Verbreitung sogenannter "Hacker-Tools" unter Strafe stellt. Wie Michael berichtete ist dieses Gesetz sehr schlecht formuliert und praktisch nutzlos in der Anwendung, könnte aber als Druckmittel gegen unschuldige Menschen benutzt werden. §202c versucht den reinen Besitz von weitgefassten Netzwerkanalysetools als Vorbereitung einer Straftat darzustellen. email: rheinland at lists.fsfe.org 8.Aufbau von Fellowships in Kaiserslautern, Heidelberg, Darmstadt und Karlsruhe Wie Sie wissen versucht die FSFE mit ihren Fellows in Kontakt zu bleiben und neue dazu zu gewinnen. Einen Aspekt dieser Aufgabe sieht Joachim Jakobs darin, LUGs und andere Gruppen, die sich mit Freier Software beschäftigen, in der Region zwischen Kaiserslautern und Heidelberg, Darmstadt und Karlsruhe, zu treffen. Kürzlich traf er sich mit der LUG Landau. Landau ist eine relativ kleine Stadt, aber trotzdem nahmen rund ein Dutzend Menschen teil. Wenn Sie Joachim Jakobs dabei unterstützen wollen, ein neues Fellowship in dieser Region zu organisieren, wenden Sie sich bitte direkt an ihn. email: jj at fsfe.org 9. Die FSFE unterstützt die Demonstration "Freiheit statt Angst" am 22. September Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 22. September 2007 werden besorgte Bürgerinnen und Bürger in Berlin unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" auf die Straße gehen. Treffpunkt ist der Pariser Platz (Brandenburger Tor) um 14.30 Uhr. Das deutsche Team der FSFE beschloss, sich an dieser Demonstration zu beteiligen und bittet alle zur Teilnahme. http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/125/116/lang,de/ 10. Vorträge über SELF, Offene Standards und Freie Software in Argentinien Vor dem Treffen des SELF-Gremiums in Cordoba, Argentinien, das die Vorstellung der SELF-Plattform vorbereitete, sprachen Georg Greve und Jonas Oberg von der FSFE auf der Septimas Jornadas Regionales de Software Libre über SELF, Offene Standards, das Problem von MS-OOXML und der politischen Bedeutung von Freier Software: http://selfproject.eu 11. Beratung zu Freie-Software- und die Freie-Dokumentation-Lizenzen Die öffentlichen Beratungen für die GNU Free Documentation License, die GNU Affero General Public License und die neue GNU Simpler Free Documentation License gehen weiter. Wir empfehlen ihnen möglichst schnell nachzusehen, ob Sie irgendwelche Anmerkungen zu den Freie-Dokumentation-Lizenzen oder der "Affero" Version der GPL machen wollen. Die Affero GPL beschäftigt sich zusätzlich mit Software, die über öffentliche Netzwerke genutzt wird. http://gplv3.fsf.org/doclic-dd1-guide.html http://gplv3.fsf.org/agplv3-dd2-guide.html In der Zwischenzeit hat die FSFE durchgehend Ratschläge zur GPLv3 gegeben, seit sie Mitte des Sommers vorgestellt wurde. Da es keine gegenteiligen Meldungen gab, gehen wir davon aus, dass ein weitgehend akzeptierter Kompromiss gefunden wurde und dass keine offensichtlichen Fehler gemacht wurden. Sie finden eine Übersicht über alle Newsletter der FSFE auf http://www.germany.fsfeurope.org/news/newsletter.de.html Copyright (C) FSFE. Die unveränderte Wiedergabe und Verteilung dieses gesamten Textes in beliebiger Form ist gestattet, sofern dieser Hinweis erhalten bleibt. From press at fsfeurope.org Mon Sep 17 17:24:47 2007 From: press at fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Mon, 17 Sep 2007 17:24:47 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] =?iso-8859-1?q?FSFE=2C_Samba=3A_Ein_Triumph_f=FCr_d?= =?iso-8859-1?q?ie_Freiheit_und=09den_freien_Wettbewerb?= Message-ID: <1190042687.7469.8.camel@dublin.local> FSFE, Samba: Ein Triumph für die Freiheit und den freien Wettbewerb "Microsoft kann sich nun nicht mehr über dem Gesetz wähnen," sagt Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE). "Mit Taktiken, die in anderen Teilen der Welt erfolgreich die Antitrust-Verfahren ausgehebelt haben, sogar in den USA, hat es Microsoft bisher geschafft, den heutigen Tag um fast ein Jahrzehnt hinauszuzögern. Dank der Beharrlichkeit und der hervorragenden Arbeit der Europäischen Kommission haben diese Taktiken in Europa nun versagt," setzt Greve fort. Carlo Piana, der juristische Berater der FSFE: "FSFE und das Samba Team begrüßen die Entscheidung des Gerichts. Dies ist ein Meilenstein für den freien Wettbewerb. Der Vorstellung, dass willentliche Verdunkelung von Standards und vorsätzliches "lock-in" akzeptable Geschäftspraktiken seien, wird nun ein Riegel vorgeschoben." "Das Samba Team möchte sich bei der Europäischen Kommission für ihre außergewöhnliche Arbeit in den vergangenen Jahren bedanken," kommentiert Jeremy Allison, Coautor des Sambaprojekts. "Dies ist ein sehr wichtiger Tag für das Samba Team: wir hoffen, endlich mit gleichen Waffen im freien Wettbewerb zu kämpfen, ohne dass uns die Schnittstelleninformationen verwehrt werden. Samba wird dann auch dem Konsumenten eine echte Wahl anbieten können, mit allen Vorteilen freier Software." Volker Lendecke vom Samba Team: "Nun da das Urteil gesprochen ist, werden wir die genauen Lizenzkonditionen für die Schnittstelleninformationen aus nächster Nähe beobachten. Es wird sehr wichtig sein, dass diese Informationen auch mit Freier Software nutzbar sind, sonst wäre der große Erfolg der Kommission arg beeinträchtigt. Samba ist einer der wichtigsten Akteure im Arbeitsgruppen-Servermarkt, jenem Markt in dem die Kommission den freien Wettbewerb wieder herstellen wollte." "Dies ist ein sehr guter Tag für Europa, es ist jedoch nur ein Schritt auf dem richtigen Weg. Das wiederholte Thema im Verhalten von Microsoft in den letzten Jahren ist offensichtlich ihre Wahrnehmung, dass Interoperabilität eine Bedrohung ist, die bekämpft werden muss," fasst Carlo Piana, juristischer Berater der FSFE, zusammen. "Das letzte Beispiel wurde durch MS-OOXML geliefert. Laut Dough Mahug vom Microsoft ist MS-OOXML eine geschäftlich motivierte Antwort auf die Bedrohung durch den ISO-Standard ODF und der Interoperabilität und freien Wahl, welche dieser Standard bietet. Taktische, nicht technische Betrachtungen sind der Motor hinter Microsofts globalen Bemühung, nationale Standartisierungsgremien so zu beeinflussen, dass sie MS-OOXML blind als Standard absegnen." FSFE Präsident Greve schließt: "Die heutige Entscheidung ist ein wichtiger Präzedenzfall für die Zukunft. Geheime Manipulationen von offenen Formaten und Protokollen wurden klar als nicht akzeptables Verhalten gebrandmarkt. Wir ermutigen nun die Europäische Kommission, die erst kürzlich durch die ECIS eingebrachte Antitrustklage aufzugreifen. Für die Untersuchung dieses Falles bietet die FSFE, gemeinsam mit dem Samba Team und OpenOffice.org, der Europäischen Kommission gerne ihre Expertenwissen an. Über die Free Software Foundation Europe: Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die in vielen europäischen Ländern aktiv und in zahlreiche globale Aktivitäten involviert ist. Der Zugang zu Software entscheidet, wer an der digitalen Gesellschaft teilnehmen kann. Freie Software wird dadurch definiert, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, verändert und weitergegeben werden kann. Nur Software, die diese Kriterien erfüllt, ermöglicht Chancengleichheit im Informationszeitalter. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Entwicklung Freier Software aktiv zu unterstützen, und ihr dabei politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 als Schwesterorganisation der nordamerikanischen FSF gegründet wurde. Kontakt: Website: http://fsfeurope.org Mail: press at fsfeurope.org Sie könne die Telefonzentrale der FSFE über nachstehende Nummern erreichen: in Belgien: +32 2 747 03 57 in Deutschland: +49 700 373 38 76 73 in Schweden: +46 31 7802160 in der Schweiz: +41 43 500 03 66 in Großbritannien: +44 29 200 08 17 7 Über Samba: Samba ist ein Open Source/Freie Software-Paket das seit 1992 Daten- und Druckdienste für alle Arten von SMB/CIFS Clients anbietet, darunter auch für viele Versionen des Microsoft Windows Betriebssystems. Samba ist unter der GNU General Public License frei erhältlich. Kontakt: Website: http://www.samba.org