From press at fsfeurope.org Tue Jul 8 23:31:28 2008 From: press at fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Tue, 8 Jul 2008 23:31:28 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] [DE] FSFE Newsletter Message-ID: <200807082331.30377.press@fsfeurope.org> 'Hausarbeit' d.h. Verwaltung gehört in jeder Organisation in der Regel zu den eher unbeliebten Aufgaben, in Organisationen die unter Zeitdruck arbeiten stapelt sich mit der Zeit genau diese 'Hausarbeit'. So auch bei der FSFE, die im letzten Jahr ihre Kräfte vor allem darauf konzentrierte, die 'Freedom Task Force' aufzubauen sowie Kartellverfahren, 'OfficeOpenXML' und weitere Themen abzudecken. Glücklicherweise konnte das sorgfältig vorbereitete dreitägige Treffen der Generalversammlung der FSFE im Juni diese 'Hausarbeit' auf die entsprechenden Schultern verteilen und alle Teilnehmer mit einer langen To-Do-Liste wieder nach Hause entlassen. Erste Ergebnisse dieses Treffens sollten im Laufe des kommenden Jahres sichtbar werden. Dies bedeutet selbstverständlich nicht dass die Arbeitsgruppen in der FSFE in der Zwischenzeit untätig die Hände in den Schoß gelegt hätten! Das STACS EU Projekt konnte gute Neuigkeiten vermelden, es wurde weiter Aufklärung zu Freier Software und Lizensierungsfragen betrieben, und die 'Fellowship' war aktiv wie nie mit Treffen in den Hauptstädten Berlin und Wien. Diese Treffen sind die besten Treffpunkte um andere 'Fellows' zu treffen und gemeinsam aktiv zu werden. Natürlich werden wir weiterhin solche Treffen organisisieren und unterstützen - wenn wir in Deiner Gegend noch nicht aktiv sind, ergreif die Initiative und organisier' selbst eins, wir helfen Dir dabei! Schreib einfach an fellowship at fsfeurope.org                                          Georg Greve, Präsident der FSFE 1. Generalversammlung der FSFE in Zürich (Schweiz) 2. STACS enthüllt die 'Citizens Science' Webseite 3. Die FSFE begrüßt das Release von WINE 1.0 4. 'Untersuchung der Bedeutung freier Softwarelizenzen' auf der IOTC 2008, Irland 5. Fellowship-Treffen in Wien 6. Fellowship-Treffen in Berlin 7. Die FSFE begrüßt ihren neuen Systemadministrator BEVORSTEHENDE EVENTS 8. 'Wie SELF den Aufbau freier Strukturen unterstützt' Beitrag auf der FKFT, 16.07.2008 9. 'Lizenzen die Freiheit fördern' Beitrag auf der FKFT, 16.07.2008 10. Fellowship-Treffen in Zürich, 18.07.2008 1. Generalversammlung der FSFE in Zürich (Schweiz) Vom 6. bis zum 8. Juni fand in Zürich das jährliche Treffen der Generalversammlung der FSFE statt. Die Teilnehmer schlossen sich über die gesamten drei Tage in den Züricher Büros ein um vergangene, aktuelle und zukünftige Projekte zu besprechen. Budgetplanung und Personalpolitik wurde bewertet und Satzungsänderungen beschlossen, die nach der Absegnung durch alle notwendigen Ämter veröffentlicht werden. Bleibt dran, mehr Informationen folgen... 2. STACS enthüllt die 'Citizens Science' Webseite Das STACS Projekt ist stolz, die Veröffentlichung seiner Webseite 'Citizens Science' verkünden zu können. Das Ziel dieser Webseite ist es, eine Plattform für Forscher und Nichtregierungsorganisationen (NGO) bereitzustellen, auf welcher beide Parteien für gemeinsame Projekte zusammenfinden sollen. Betrieben wird 'Citizens Science' vom STACS-Projekt, hinter dem die FSFE und fünf weitere NGOs stehen, die alle - wie die FSFE mit freier Software - ihr eigenes Spezialgebiet wie z.B. Förderung der Demokratie, Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens oder Biomedizin besitzen. Die Citizens Science Webseite (englisch) findet sich unter:   http://citizens-science.org/ 3. Die FSFE begrüßt das Release von WINE 1.0 Die Free Software Foundation Europe begrüßt die wichtige Arbeit der Wine-Entwickler, Anwendern bei der Migration auf Freie Software zu unterstützen. Matthias Kirschner dazu: "Das ist wie mit Schwimmflügeln, sie nehmen Kindern die Angst und helfen ihnen eigenständig schwimmen zu lernen. Sie gleichen sozusagen den Balast aus, den unfreie Software ihnen auferlegt hat." http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release-de/2008q2/000126.html 4. 'Untersuchung der Bedeutung freier Softwarelizenzen' auf der IOTC 2008, Irland Auf der Irish Open Source Technology Conference (IOTC) in Dublin wurde die FSFE von Shane Coughlan repräsentiert. Der von ihm am 18.6. gehaltene Beitrag behandelte das Thema Freie Software im Geschäftsleben. Unter den Sprechern der Konferenz befanden sich außerdem Graham Taylor vom 'Open Forum Europe', Adam Jollans von IBM und Stephen McGibbon von Microsoft. Über die Zukunft des Softwaremarktes in Nordwesteuropa gab es auf der Konferenz viele unterschiedliche Meinungen und dementsprechend auch ebenso viele lebhafte Diskussionen. 5. Fellowship-Treffen in Wien Am 20. Juni fand in Wien das 23. Fellowship-Treffen in Österreich statt. Inoffiziell ab 18 Uhr und ab 19 Uhr mit offiziellem Programm waren sowohl die österreichischen Fellows als auch alle an der FSFE oder Freier Software Interessierten zu diesem stetig populärer werdenden Treffen eingeladen. 6. Fellowship-Treffen in Berlin Die Fellowship Gruppe in Berlin traf sich am 12. Juni im 'Newthinking Store'. Das Treffen begann um 19:30 Uhr, wobei die Teilnahme jedem an Freier Software Interessiertem frei stand. 7. Die FSFE begrüßt ihren neuen Systemadministrator Der Bedarf der Systeme der FSFE ist mittlerweile so groß geworden, dass die Administration durch freiwillige Administratoren nicht mehr ausreicht und sie professioneller Pflege bedürfen. Nach einer europaweiten Suche fiel die Wahl auf Emil Radulovic aus Serbien. Emil ist Mitglied des Serbischen FSFE Teams und der Partnerorganisation FSN Serbia. Nachdem er einen Überblick über die Systeme gewonnen hat, wird Emil mit der Generalüberholung der Infrastruktur - beginnend beim Server der Fellowship - anfangen. BEVORSTEHENDE EVENTS 8. 'Wie SELF den Aufbau freier Strukturen unterstützt' Beitrag auf der FKFT, 16.07.2008 SELF hat bisher auf verschiedenen Ebenen dazu beigetragen, Freiheit für Software und Lehre zu vertreten und zu verbreiten. Die Arbeit der Rechtsexpertengruppe von SELF hat dabei sehr geholfen, ein besseres Verständnis Offener Standards zu fördern und stellt eine Referenz für freie Unterrichtsmaterialien bereit. Georg Greve, Präsident der FSFE und Koordinator der SELF Rechtsexpertengruppe, wird in seinem Beitrag einen Einblick geben, wie die Arbeit in SELF den Status Quo verbessert hat und in Zukunft auch positive Auswirkungen auf das Ökosystem freier Software haben wird. 9. 'Lizenzen die Freiheit fördern' Beitrag auf der FKFT, 16.07.2008 Shane Coughlan wird in diesem Beitrag Lizenzen vorstellen, die Freiheiten sowohl bereitstellen als auch schützen. Darunter die Freiheit anzuwenden, zu studieren, weiterzugeben, und zu verbessern; und zwar im Kontext von Technologie und Bildung. Weiterhin wird er die maßgeblichen Herausforderungen besprechen, vor denen Plattformen wie SELF in rechtlicher Hinsicht stehen, und welche Vorkehrungen hier für einen stabilen rechtlichen Rahmen sorgen können. Ebenso wird die Arbeit der Freedom Task Force der FSFE thematisiert werden, die Schulung und Unterstützung in rechtlichen Fragen freie Software betreffend anbietet. 10. Fellowship-Treffen in Zürich, 18.07.2008 Das nächste Fellowship-Treffen wird am 18. Juli von 18 bis 19:30 Uhr in den Büros der FSFE in Zürich stattfinden. Alle Fellows sind eingeladen bei etwas Freibier [sic!] am Treffen teilzunehmen. Dies stellt eine gute Gelegenheit dar, sich gegenseitig kennenzulernen, Möglichkeiten zu diskutieren um den Bekanntheitsgrad freier Software in der Schweiz zu erhöhen, und einen netten Abend zu verbringen. Diese Treffen wird von Shane Coughlan organisiert, der auch Koordinator der Rechtsabteilung der FSFE ist. Er hat jedoch versprochen, das Thema Lizensierung nicht anzuschneiden, bevor er darauf angesprochen wird. Wenn Du daran interessiert bist am Treffen teilzunehmen, bitten wir um eine formlose Anmeldung an: coughlan at fsfeurope.org Alle Ausgaben des FSFE Newsletters sind zugänglich unter: http://www.fsfeurope.org/news/newsletter.de.html Das Urheberrecht für diesen Newsletter liegt bei der FSFE.  Die Weitergabe und das Kopieren des gesamten Newsletters ist in jedem Medium unter der Bedingung gestattet, dass diese Notiz erhalten bleibt und die Kopie originalgetreu/wortwörtlich ist. From press at fsfeurope.org Fri Aug 22 10:35:43 2008 From: press at fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Fri, 22 Aug 2008 10:35:43 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] =?utf-8?b?RGllIEZTRkUgYmVncsO8w590IGRpZSBFaW5mw7xo?= =?utf-8?q?rung_der_=27Treuh=C3=A4nderischen_Lizenzvereinbarung=27_=28FLA?= =?utf-8?q?=29_durch_KDE_e=2EV=2E?= Message-ID: <48AE7A5F.9010904@fsfeurope.org> Die FSFE begrüßt die Einführung der 'Treuhänderischen Lizenzvereinbarung' (FLA) durch KDE e.V. Die Free Software Foundation Europe (FSFE) begrüßt die Einführung der Treuhänderischen Lizenzvereinbarung (Englisch: Fiduciary Licence Agreement, FLA) im K Desktop Environment Projekt (KDE). Die FLA ist eine Urheberrechtsabtretung, mit deren Hilfe die Urheber Freier Software und auch ganze Projekte ihr Urheberrecht treuhänderisch an eine Organisation oder Person übertragen können. Dies ermöglicht es, die rechtliche Verwaltung zu straffen und zu vereinfachen, sodass die Fähigkeit zur Relizenzierung und zur Durchsetzung der Lizenzen - auch vor Gericht - erhalten bleibt. "Die Einführung der FLA durch den KDE e.V. ist für uns ein positives Zeichen und ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung Freier Software." sagt Georg Greve, der Präsident der FSFE. "Das Abkommen ist dafür gedacht, Projekten dabei zu helfen, auf lange Sicht die Verwaltung ihrer urheberrechtlichen Ansprüche und ihrer Rechtssicherheit zu vereinfachen. KDE zählt zu den größten und wichtigsten Initiativen in der Welt der Freien Software und spielt eine zentrale Rolle darin, den Desktop zu 'befreien'. Die Entscheidung, die FLA für KDE einzuführen, unterstreicht die Entschlossenheit des Projekts, heute schon die Probleme von morgen zu lösen und seine Freiheit nachhaltig sicherzustellen." Adriaan de Groot, stellvertretender Vorsitzender des KDE e.V., der Organisation, die hinter dem KDE Projekt steht, sagte: "Um Urheberrechte treuhänderisch an KDE zu übertragen, befürwortet der KDE e.V. bevorzugt den Einsatz einer bestimmten FLA, welche direkt auf der Beispielvereinbarung der FSFE basiert. Wir finden, dass diese Abtretung des Urheberrechts eine sinnvolle Möglichkeit für Einzelne ist; jedoch werden wir niemanden, der an KDE mitarbeitet, dazu zwingen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Es gibt andere Wege das Urheberrecht abzutreten oder zu übertragen, jedoch sehen wir die FLA als den unkompliziertesten Weg an. Die positiven Reaktionen ließen nicht auf sich warten -- die Leute fragten bereits vor dem Wochenende nach gedruckten Exemplaren des Formulars um es ausfüllen zu können." "Die FLA ist ein vielseitiges Dokument, das so gestaltet wurde, dass es auch in verschiedenartigen Rechtssystemen mit unterschiedlichen Urheberrechtsbegriffen funktioniert." erklärt Shane Coughlan, Koordinator der Freedom Task Force (FTF). "KDE, als ausgesprochen internationales Projekt, ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die FLA für mittel- bis langfristige Rechtssicherheit sorgen kann. Es war ein Vergnügen dem KDE e.V. bei Einführung und Umsetzung beiseite zu stehen. Die Freedom Task Force der FSFE freut sich darauf, die gute Zusammenarbeit mit dem KDE Projekt auch in Zukunft weiterzuführen." Über die FLA (Fiduciary Licence Agreement): Die Treuhänderische Lizenzvereinbarung (FLA) wurde von Dr. Axel Metzger (Ifross) und Georg Greve (FSFE) in Rücksprache mit international renommierten Experten aus Recht und Technik entworfen. An unterschiedlichen Phasen des Entwicklungsprozesses waren die folgenden Personen beteiligt: RA Dr. Till Jaeger, Carsten Schulz, Prof. Eben Moglen, RA Thorsten Feldmann, LL.M., Werner Koch, Alessandro Rubini, Reinhard Muller und andere. Die aktuelle Version basiert auf Rückmeldungen von Dr. Lucie Guibault vom Institut für Informationsrecht in den Niederlanden und wurde von Georg Greve und Shane M. Coughlan, dem Koordinator der Freedom Task Force der FSFE, zusammengestellt. Über KDE: KDE ist ein internationales Projekt, welches freie und quelloffene Software für Arbeitsplatzrechner und mobile Geräte entwickelt. Zu den Produkten von KDE zählen unter anderem eine moderne plattformübergreifende Desktopumgebung, umfangreiche Office- und Groupware-Programmpakete sowie hunderte Applikationen für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen wie Internet- und Webapplikationen, Multimedia, Unterhaltung, Lernsoftware, Graphik und Softwareentwicklung. KDE Software wird in mehr als 60 Sprachen übersetzt und zielt auf bestmögliche Benutzung und Zugänglichkeit. Das umfangreiche Softwareangebot der KDE4 Reihe ist nativ auf Linux, BSD, Solaris, Windows und Mac OS X verfügbar. Über die Free Software Foundation Europe: Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine nicht gewinnorientierte Nichregierungsorganisation, die in vielen europäischen Ländern und auch global aktiv ist. Zugang zu Software bestimmt die Teilhabe an der Digitalen Gesellschaft. Um eine gleichberechtigte Teilhabe am Informationszeitalter, wie auch freien Wettbewerb sicherzustellen, engagiert sich die Free Software Foundation Europe (FSFE) für höhere Akzeptanz und Verbreitung Freier Software, welche durch die Freiheit zur Benutzung, zum Studium, zur Modifikation und zur Weitergabe definiert ist. Gegründet 2001, ist es das Hauptanliegen der FSFE, Öffentlichkeit, Politik und Rechtsprechung für diese Belange zu sensibilisieren und die weitere positive Entwicklung Freier Software zu unterstützen. Die Freedom Task Force finden Sie unter: http://www.fsfeurope.org/ftf/ Per Email ist die Freedom Task Force unter ftf [at] fsfeurope.org erreichbar Kontakt: Die Telefonzentrale der FSFE ist unter den folgenden Nummern erreichbar: Belgien: +32 2 747 03 57 Deutschland: +49 700 373 38 76 73 Schweden: +46 31 7802160 Schweiz: +41 43 500 03 66 Vereinigtes Königreich: +44 29 200 08 17 7 Shane Coughlan, FTF Koordinator der FSFE: ext 408 Weiterführende Information: http://fsfeurope.org From press at germany.fsfeurope.org Sat Aug 23 23:55:19 2008 From: press at germany.fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Sat, 23 Aug 2008 23:55:19 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] FSFE Newsletter Message-ID: Über die letzten Monate hat die FSFE unterschiedliche Aktivitäten unternommen. Besonders vielversprechend ist die Zunahme regionaler Fellowship-Aktivitäten in ganz Europa. Wir freuen uns darauf, mehr lokale Gruppen entstehen zu sehen und vor allem von ihnen auf allen möglichen Ebenen zu hören. Mit das Wichtigste beim Unterstützen Freier Software ist, sein Wissen mit anderen zu teilen. Informationen zum Mitmachen gibt es auf dieser Seite: http://fsfeurope.org/contribute/contribute Shane, FSFE Büro Zürich 1. Vorträge der FSFE @ SELF, Freie Software und Lizensierung auf der FKFT 2. Lokale Fellowship-Treffen 3. Die neuen Praktikanten der FSFE 4. AStA der Uni Bochum veranstaltet Vorlesung über die politischen Aspekte Freier Software 5. Schulungsunterlagen der FTF auf der SELF Plattform veröffentlicht 6. Fellowship-Treffen in Zürich - 15.08.2008 7. 'Wem gehört Freie Software? Eine Debatte um Patent- und Urheberrecht' Rede auf der OSiM World, Berlin - 17.08.2008 8. Offizieller Startschuss für die GPLv3 in den Niederlanden - 19.08.2008 ZUKÜNFTIGE EVENTS 9. Erstes Fellowship-Treffen in Stuttgart - 22.08.2008 10. Stand der Fellowship auf dem Flohmarkt in Lille (Frankreich) am 06. und 07.09.2008 1. Vorträge der FSFE @ SELF, Freie Software und Lizensierung auf der FKFT Im Juli war die FSFE auf der Free Knowledge, Free Technology Konferenz in Barcelona vertreten um über das SELF Projekt, Freie Software und Lizensierung zu berichten. Der Präsident der FSFE, Georg Greve, hielt am 16. Juli einen Vortrag über das SELF Projekt, wie es dabei hilft, den aktuellen 'State of the Art' zu verbessern, und wie die von SELF geleistete Arbeit wertvolle Beitrüge für Freie Software liefert. Der Vortrag war mit "Wie SELF hilft, freie Infrastrukturen zu errichten" ("How SELF helped building structures for freedom") betitelt; ihm folgte ein Vortrag von Shane Coughlan, dem Koordinator der Freedom Task Force (FTF), mit dem Titel "Lizenzen, die Freiheit erhalten". Die Konferenz schloss mit einem gemeinsamen Essen für Fellows der FSFE, Freunden Freier Software und den Repräsentanten der FSFE in Barcelona, Georg Greve, Jonas Öberg und Shane Coughlan am Nachmittag den 17. Juni. 2. Lokale Fellowship-Treffen Lokale Fellowship-Treffen haben in letzter Zeit in Dublin, Brüssel, Zürich, Lille und Göteborg stattgefunden. Auf jedem einzelnen Treffen haben Fellows und Mitarbeiter der FSFE die aktuelle Lage wie auch den Handlungsbedarf bei bestimmten Projekten diskutiert, lokale politische Angelegenheiten besprochen und sich Gedanken gemacht, wie man die Fellowship selbst weiter verbessern könnte. Zusätzlich zu diesen Treffen tragen Diskussionen auf den öffentlichen Mailing- listen der FSFE dazu bei, in Zukunft größere und regelmäßigere Treffen durchführen zu können. England/Das Vereinigte Königreich (UK), Belgien und Irland sind nach aktuellem Stand die warscheinlichsten Orte für die ersten regelmäßigen 'Pilot'-Treffen. 3. Die neuen Praktikanten der FSFE Stian Rødven Eide und Johannes Tiemer sind die neuen Praktikanten der FSFE in Göteborg. Stians Hauptaufgabe ist die Organisation der im Oktober stattfindenden FSCONS Konferenz in Bezug auf Freie Software und die Repräsentation von Fellowship und FSFE mit einem Informationsstand auf dem Europäischen Sozialforum im südschwedischen Malmö, welches bereits im September stattfindet. Johannes ist Student und studiert normalerweise VWL in Kiel. Sein Aufgabenbereich sind Studien und Analysen, unter anderem des schwedischen Marktes für Freie Software. Benjamin Morant ist Georg Greves Assistent in den Züricher Büros. Er organisiert einen Stand auf dem 'Braderie de Lille' (Frankreich) im September (siehe auch 10.), und zeichnet Comics über den 'alltäglichen Wahnsinn' im Büro. Weiterhin bedankt sich die FSFE bei Irina, die während ihres Praktikums bei der Organisation von Konferenzen half sowie viele administrative Aufgaben übernahm. Vielen Dank für deine Arbeit! 4. AStA der Uni Bochum veranstaltet Vorlesung über die politischen Aspekte Freier Software Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Uni Bochum lud am 23. Juni zu einer Vorlesung über grundlegende Ideen und die politischen Implikationen Freier Software ein, die von Bernhard Reiter gehalten wurde. Die Vorlesung war Teil einer Vorlesungsreihe zum Thema IT und Datenschutz und legte besondere Aufmerksamkeit darauf, inwiefern Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Software bereits politisch sein können, welche Vorteile die Benutzung Freier Software mit sich bringt und weshalb MS Word das falsche Format zum Versenden von Dokumenten ist. Der Vorlesung folgte eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum - etwa 20 Studenten. Der AStA, als vom Studierendenparlament gewähltes Gremium, das die Studierenden vertritt, ist eine der besten Plattformen um Freie Software an Universitäten zu verbreiten, insbesondere da das Ideal freier Wissensvermittlung und Bildung an den Universitäten viel mit den Grundgedanken Freier Software gemeinsam hat. Die FSFE dankt Moritz Schulte für die Organisation. 5. Schulungsunterlagen der FTF auf der SELF Plattform veröffentlicht Die Freedom Task Force (FTF) der FSFE hat begonnen die aktuellen Schulungsunterlagen für Freie Software im SCORM eLearning-Format auf der SELF Plattform zu veröffentlichen: http://beta.selfplatform.eu/SELF/collectionview/ Unter 'Introduction to Free Software and Open Standards' in der Navigation (links) findet sich dann der Artikel 'The strategic implementation of Free Software in business'. Weitere Abschnitte des Kurses werden nun wöchentlich von der FSFE freigegeben. 6. Fellowship-Treffen in Zürich - 15.08.2008 Am Freitag, dem 15. August, fand am Abend ein Fellowship-Treffen in den FSFE Büros in Zürich statt. Bei Freibier (as in beer ;) trafen sich etwa zehn Fellows und FSFE Mitarbeiter in geselliger Runde um ausführlich über den Status Quo und die Zukunft von Freier Software in der Schweiz zu diskutieren. Shane Coughlan, Koordinator der FSFE in rechtlichen Fragen und Gastgeber, hielt sein Versprechen, nicht über Lizenzen zu sprechen, und erzählte stattdessen vom Fiduciary License Agreement (treuhänderische Urheberrechtsverwaltung), das unter anderem auf der KDE Konferenz Akademy '08 einige Aufmerksamkeit bekam. 7. "Wem gehört Freie Software? Eine Debatte um Patent- und Urheberrecht" Rede auf der OSiM World, Berlin - 17.08.2008 "Wem gehört Freie Software? Eine Debatte um Patent- und Urheberrecht" war der Titel des Vortrags, den Shane Coughlan, der Koordinator der Freedom Task Force (FTF) der FSFE, am 17. August auf der OSiM World in Berlin hielt. Der Vortrag befasste sich hauptsächlich mit Fragen um das Eigentum an kreativer Arbeit, den Nutzen für den Konsumenten und die Community sowie das Verhältnis von Eigentumsrechten und Freie-Software-Lizenzen. 8. Offizieller Startschuss für die GPLv3 in den Niederlanden - 19.08.2008 Am Mittwoch hielt Shane Coughlan, der Koordinator der Freedom Task Force (FTF) der FSFE, einen dreistündigen Workshop über "Lizensierungs- und Rechtsfragen in Bezug auf die GPLv3" anlässlich der Freigabe der GPLv3 in den Niederlanden. Der Workshop wurde von NLnet gesponsert und fand an der Universität Tilburg in Amsterdam statt. ZUKÜNFTIGE EVENTS 9. Erstes Fellowship-Treffen in Stuttgart - 22.08.2008 Am Freitag den 22. August um 19:00 Uhr ist Fellowship-Treffen im Unithekle (Allmandring 17, 70596 Stuttgart). Dies ist das allererste Fellowship-Treffen in Stuttgart, und alle Fellows und an Freier Software Interessierten aus Stuttgart und Umgebung sind herzlich eingeladen vorbeizukommen! Das Treffen soll die Möglichkeit bieten sich gegenseitig kennenzulernen und vor allem auch den Grundstein für weitere Fellowship-Treffen in Stuttgart und Umgebung legen. Weitere Infos gibt es bei Bjoern Schiessle (schiessle at fsfe.org) oder direkt unter http://wiki.fsfe.org/FellowshipGroup/Stuttgart 10. Stand der Fellowship auf dem Flohmarkt in Lille (Frankreich) am 06. und 07.09.2008 Der sogenannte "Braderie de Lille" (Lille's Flohmarkt) ist eine große Freiluftveranstaltung, die seit dem 12. Jahrhundert jedes Jahr am ersten Septemberwochenende stattfindet. Chtinux, eine regionale Linux-User-Group, hat der Fellowship der FSFE eine Teilnahme vorgeschlagen. Die FSFE und speziell die Fellowship haben hier die Möglichkeit eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, da unzählige Menschen aus aller Welt die "Braderie de Lille" besuchen. Kommt und besucht das wunderschöne Lille, genießt die auf dem Flohmarkt dargebotene kulinarische Vielfalt - zum Beispiel die Muscheln! Kommt um die Fellowship zu unterstützen! Der Stand der Fellowship wird auf dem 'Place du vieux Marché aux chevaux' zu finden sein. Alle Fellows und an Freier Software Interessierten sind willkommen sich zu uns zu gesellen! Nähere Informationen zu diesem Event hält Benjamin Morant bereit: morant at fsfeurope.org (bevorzugt auf Englisch) Eine Liste aller Newsletter findet sich unter http://www.fsfeurope.org/news/newsletter.de.html Copyright (C) FSFE. Die unveränderte Wiedergabe und Verteilung dieses gesamten Textes in beliebiger Form ist gestattet, sofern dieser Hinweis erhalten bleibt. From press at fsfeurope.org Sat Sep 27 11:22:41 2008 From: press at fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Sat, 27 Sep 2008 11:22:41 +0200 Subject: [FSFE PR][DE] Alles Gute zum GNUburtstag! Die FSFE feiert den 25. Geburtstag des GNU-Projekts! Message-ID: <1222507361.7733.27.camel@bertrand> Heute vor 25 Jahren wurde das GNU-Projekt angekündigt, eine bahnbrechende Initiative um ein Betriebssystem zu entwickeln, das allen Nutzern die Freiheit gibt es zu verändern und modifizierte Versionen zu veröffentlichen - individuell oder in Zusammenarbeit mit anderen. Die Free Software Foundation Europe (FSFE) gratuliert zu den wesentlichen Errungenschaften des ersten Vierteljahrhunderts und freut sich weiterhin darauf, das gemeinsame Ziel, Freie Software, voranzutreiben. 27. September 2008 ? Heute vor 25 Jahren gründete Richard M. Stallman das GNU-Projekt mit dem Ziel ein vollständiges Betriebssystem zu erschaffen, das es jedem erlaubt es zu nutzen, zu studieren, zu teilen und zu verbessern. Diese Freiheiten garantieren allen Nutzern die Unabhängigkeit und Flexibilität um ihren Computer für jeden Zweck zu nutzen, ohne künstliche Beschränkungen, die proprietäre Software den Nutzern auferlegt, wie Anbieter-Lock-in, proprietäre Dateiformate und Digital Restrictions Management (DRM). Von seinen bescheidenen Anfängen im Labor für künstliche Intelligenz am MIT entwickelte sich GNU zu einem der bekanntesten Betriebssysteme der Welt und begünstigte die Entwicklung tausender anderer Freie-Software-Anwendungen. Die Free Software Foundation (FSFE's Schwesterorganisation mit Sitz in Boston, MA) wurde 1985 gegründet um die Kerngedanken hinter Stallmans GNU-Projekt bekannt zu machen: dass die Freiheiten Software zu prüfen, zu ändern, zu kopieren und zu teilen für eine gerechte und freie Gesellschaft entscheidend sind. Ein Großteil der Arbeit wurde in den Jahren zwischen 1983 und 1991 erledigt und diese Arbeit legte den Grundstein für viele weitere Projekte, die den Nutzern später ebenso diese Freiheiten gewährten. 1992 wurde das Betriebssystem mit einer wichtigen Komponente vervollständigt: dem Linux-Kernel. Der Erfolg des GNU/Linux-Betriebssystems ermutigte zu der Entwicklung weiterer Freie-Software-Projekte wie Firefox, KDE und OpenOffice.org. Heute gibt es hunderte GNU/Linux-Distributionen auf der Welt. Sie laufen auf den verschiedensten Geräten, vom Webserver über Küchengeräte bis zu Mobiltelefonen und Laptops. "Den Beitrag des GNU-Projektes in der datenverarbeitenden Welt kann man kaum überbewerten", sagt Georg C. F. Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE). "Zum ersten Mal gab es ein Bewusstsein für Freie Software und das Konzept des Copylefts revolutionierte die Art wie sich die Freiheit verbreitete und schützte. Beide intellektuellen Errungenschaften legten das Fundament für den immensen Erfolg von GNU/Linux, welches sich in der Zwischenzeit zum größten Mitbewerber proprietärer Betriebssysteme in allen Bereichen der Datenverarbeitung entwickelt hat. Man findet es in großangelegter Forschung ebenso wie auf erschwinglichen Laptops für Endverbraucher. Auf diese Weise war GNU Ursprung dafür, dass die Nutzer Kontrolle über ihre elektronische Arbeitsumgebung und ihre Daten erhielten. Die FSFE wurde im Jahre 2001 gegründet um die politischen und sozialen Ziele zu verfolgen, die auch dem GNU-Projekt zugrunde liegen, und um die florierende europäische Freie-Software-Gemeinschaft zu unterstützen. "Die FSFE arbeitet eng mit ihren Partnern in Europa und darüber hinaus zusammen, um den Geist von Stallmans ursprünglicher Ankündigung zu erhalten, in der Praxis auszuüben und um ein Bewusstsein für Freie Software zu schaffen." erklärt Shane Coughlan, Koordinator der FSFE Freedom Task Force. Immer mehr Länder wenden sich dem Einsatz Freier Software im öffentlichen Sektor und im Bildungswesen zu. Während viele Unternehmen seit langem Freie Software benutzen und an ihr mitarbeiten, um Wettbewerbsvorteile und Kosteneinsparungen zu erzielen, erkennen Regierungen und Behörden zunehmend die Vorteile Freier Software in Hinblick auf Souveränität, Transparenz und Selbstbestimmung. Durch ihre Grundeigenschaft, Teilhabe, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit zu fördern, garantiert Freie Software allen Nutzern die Möglichkeit, ihre EDV-Zukunft zu bestimmen und zu gestalten. Über die Free Software Foundation Europe Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die in vielen Ländern Europas aktiv und in vielen globalen Aktionen involviert ist. Der Zugang zu Software entscheidet über die Teilnahme an der digitalen Gesellschaft. Um Chancengleichheit im Informationszeitalter und die Freiheit des Wettbewerbs sicherzustellen, widmet sich die Free Software Foundation Europe (FSFE) der Förderung Freier Software, welche dadurch definiert wird, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, untersucht, verändert und weitergegeben werden kann. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, und der Freien Software politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 gegründet wurde. Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf http://www.fsfeuorpe.org/. Hinweise für Herausgeber * Das GNU-Projekt strebt danach, die vier Grundfreiheiten von Software zu etablieren und zu erhalten: die Software "für beliebige Zwecke" auszuführen, die Software zu studieren und an individuelle Bedürfnisse anzupassen, Kopien der Software weiterzugeben sowie die Software zu verbessern und den Nutzen mit anderen zu teilen. * Das GNU-Projekt war Vorreiter des 'Copyleft'-Lizenzierungskonzepts, das die Grundfreiheiten Freier Software bewahrt, indem es das Urheberrecht dazu benutzt, die Weitergabe abgeleiteter Software unter der gleichen Lizenz wie die Ausgangssoftware zu erzwingen. Kontakt * Belgien: +32 2 747 03 57 * Deutschland: +49 700 373 38 76 73 * Schweden: +46 31 7802160 * Schweiz: +41 43 500 03 66 * Vereinigtes Königreich: +44 29 200 08 17 7